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Tipps für die Peak Season: So liefern Sie zuverlässig

Geschrieben von Valerie Morris | 16.09.2026, 07:00:00

Die Peak Season ist für E-Commerce-Unternehmen eine der wichtigsten Phasen des Jahres.

Die erhöhte Nachfrage bringt besondere Herausforderungen mit sich. Mehr Bestellungen bedeuten mehr Arbeit für Lager, Versand und Kundenservice. Wenn Prozesse nicht auf das zusätzliche Volumen ausgelegt sind, kann es zu Lieferverzögerungen und Bestandsfehler kommen. Das beeinflusst nicht nur interne Prozesse, sondern wirkt sich auch negativ auf die Kundenzufriedenheit aus.

Die gute Nachricht: Mit der richtigen Vorbereitung lässt sich auch eine besonders starke Peak Season zuverlässig bewältigen.

In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, worauf es bei der Vorbereitung ankommt: von der Bestandsplanung über die Abstimmung mit Ihrem Fulfillment-Partner bis hin zu Versand und Retouren.

 

Tipp #1: Planen Sie Ihre Bestände anhand der erwarteten Nachfrage

Je besser Sie einschätzen können, welche Produkte wann und wo gefragt sein werden, desto leichter lässt sich Ihr Bestand entsprechend planen.

Dabei lohnt es sich, nicht nur die Verkaufszahlen des Vorjahres zu betrachten. Berücksichtigen Sie auch geplante Marketingkampagnen, Produktneuheiten, Preisaktionen und Entwicklungen in Ihren einzelnen Absatzmärkten.

Gerade bei internationalen Verkäufen kann die Nachfrage je nach Land unterschiedlich ausfallen, da sich Verkaufszeiträume voneinander unterscheiden.

So bereiten Sie sich vor:

  • Analysieren Sie frühere Verkaufsdaten und saisonale Schwankungen.
  • Identifizieren Sie Ihre Bestseller.
  • Berücksichtigen Sie geplante Aktionen und Marketingkampagnen.
  • Planen Sie ausreichende Bestände für erwartete Nachfragespitzen ein.
  • Behalten Sie Ihre Bestände über alle Vertriebskanäle und Märkte hinweg im Blick.

Je genauer Ihre Prognosen sind, desto besser können Sie Lagerbestand und Fulfillment-Kapazitäten aufeinander abstimmen.

 

Tipp #2: Bereiten Sie Ihre Prozesse auf große Nachfrage vor 

Mehr Aufträge bedeuten mehr Kommissionierung, mehr Verpackung und mehr Versand. Damit steigt auch das Risiko für Fehler und Verzögerungen.

Automatisierung kann dabei helfen, Prozesse auch bei erhöhter Nachfrage schnell und zuverlässig abzuwickeln.

Barcode-Scanning, automatisierte Auftragsweiterleitung und eine zentrale Bestandsverwaltung sorgen dafür, dass Aufträge effizient bearbeitet und Bestände in Echtzeit erfasst werden.

Dabei sollte gezielt geprüft werden, bei welchen wiederkehrenden Aufgaben eine Automatisierung hilfreich ist.

 

Tipp #3: Stimmen Sie Marketing und Fulfillment aufeinander ab

Eine erfolgreiche Kampagne kann innerhalb weniger Stunden für einen deutlichen Anstieg der Bestellungen sorgen.

Informieren Sie Ihren Fulfillment-Partner frühzeitig über geplante Aktionen, Produktlaunches und andere Kampagnen, die für zusätzliche Nachfrage sorgen könnten.

Je besser Marketing und operative Planung aufeinander abgestimmt sind, desto einfacher lässt sich die zusätzliche Nachfrage bewältigen.

Was Sie mit Ihrem Fulfillment-Partner besprechen sollten:

 

Tipp #4: Behalten Sie Versand und Retouren im Blick

Gerade während des Weihnachtsgeschäfts können Retouren einen erheblichen Teil des zusätzlichen Arbeitsaufwands ausmachen. Kunden erwarten eine einfache Rückgabe und schnelle Bearbeitung. Verzögerungen bei Retouren können deshalb genauso schnell zum Problem werden wie ein Lieferengpässe.

Ihre Retourenprozesse sollten deshalb von Anfang an Teil Ihrer Planung sein.

Achten Sie außerdem darauf, ausreichend Versandkapazität einzuplanen. Je nach Markt und Versandvolumen kann es sinnvoll sein, mit mehreren Versanddienstleistern zu arbeiten.

 

Tipp #5: Denken Sie international

Unterschiedliche Länder haben unterschiedliche Feiertage und verkaufsstarke Phasen. Dies zu berücksichtigen, kann für Ihre Lager- und Versandplanung einen entscheidenden Unterschied machen.

Wenn beispielsweise in einem Markt die Nachfrage bereits zurückgeht, kann sie in einem anderen gerade erst ansteigen. Eine internationale Fulfillment-Strategie hilft Ihnen dabei, Bestände und Kapazitäten dort bereitzustellen, wo sie tatsächlich gebraucht werden.

Gerade für Marken, die international wachsen möchten, ist die Peak Season eine gute Gelegenheit, ihre Prozesse über den Heimatmarkt hinaus auf den Prüfstand zu stellen.

 

Tipp #6: Die Wahl des richtigen Fulfillment-Partners

Ihr Fulfillment-Partner sollte Ihnen dabei helfen, Kapazitäten richtig zu planen, Nachfragespitzen zu bewältigen und mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen.

Achten Sie bei der Auswahl eines Anbieter daher insbesondere auf:

  • Skalierbare Kapazitäten: Kann der Anbieter auch deutlich höhere Bestellvolumen bewältigen?
  • Technologie: Sind Bestände, Aufträge und Versand zentral steuerbar?
  • Automatisierung: Welche Prozesse lassen sich automatisieren?
  • Versandoptionen: Können verschiedene Versanddienstleister genutzt werden?
  • Internationale Erfahrung: Kann der Partner Sie beim Wachstum in anderen Ländern unterstützen?
  • Kommunikation: Werden mögliche Engpässe frühzeitig erkannt und angesprochen?

 

Weitere Tipps für die Peak Season

Wie lässt sich die Peak Season erfolgreich vorbereiten? Patrick Vonk, Head of Development EU bei fulfilmentcrowd, teilt seine fünf wichtigsten Tipps für eine reibungslose Hochsaison.


 

Checkliste: Ist Ihr Fulfillment bereit für die Peak Season?

Je früher Sie mit der Planung beginnen, desto besser können Sie auf Veränderungen bei der Nachfrage reagieren.

Nutzen Sie diese Checkliste als Ausgangspunkt für Ihre Vorbereitung:

  • Nachfrage und Bestellvolumen prognostizieren
  • Bestände und Bestseller prüfen
  • Lager- und Fulfillment-Kapazitäten frühzeitig sichern
  • Marketingkampagnen mit dem Fulfillment abstimmen
  • Prozesse und Automatisierung auf höhere Volumen prüfen
  • Versandkapazitäten und Versanddienstleister planen
  • Retourenprozesse auf höhere Volumen vorbereiten
  • Internationale Verkaufstage und Märkte berücksichtigen
  • Klare Kommunikationswege für die Peak Season festlegen
  • Ergebnisse nach der Peak Season auswerten und Verbesserungspotenziale dokumentieren